Das ist mein Tagebuch.
Ich will mit 51 Jahren  Fliegen lernen.
Das Bild ist vor dem ersten Flug entstanden
Flugzeug ist der Motorsegler Dimona D-KEIM


















Oktober 2007, Beginn der theoretischen Ausbildung

Start der theoretischen Ausbildung beim Fliegerclub Leipzig war im Oktober 2007. Schon hier zeigte sich, grau ist alle Theorie, die Praxis ist das Kriterium der Wahrheit. Trotzdem! Ohne diese Grundlagen, den Fleiß und die Unterstützung der Ausbilder macht ein Erstflug keinen Sinn. Ich werde meine theoretische Prüfung im April 2009 ablegen. Bis dahin habe ich hoffentlich alle unklaren Seiten verstanden.

  

Der erste Flug: 12.07.2008  2h:12min

 

Nach einigem hin und her ging es zum Einweisungsflug auf dem Motorsegler „Dimona H36“.  Hier kann ich als „Fußgänger“ die Berechtigung „PPL A nach JAR FCL machen.

Das Wetter war leicht unbeständig und windig aus ca. 250° . Unsere Bahn in Merseburg liegt auf 260°. Laut Theorie also günstige Bedingungen für den Start auf der Bahn 26.

Als Erstes erfolgte ein kleines Frage- und Antwortspiel. Ich hatte irgendwie einen sechsten Sinn. Beim ersten Flug kann es nur um die Maschine gehen. Ich habe mir am Tag vorher und am Flugtag das Handbuch der Maschine durchgelesen. Prompt kamen Fragen über Zuladung, Benzinverbrauch und solche Dinge. Danach ging es in die Maschine. Außenkontrolle, Einweisung in die Instrumente usw. und dann ging es auch schon los. Wie rollt die Maschine, wie wird sie am Boden gesteuert? Wo muß man halten? Wann ist welche Meldung  zu machen? Dann ging es in die Luft. Ich hatte die Aufgabe, alle Bewegungen mitzumachen. In der Luft sollte ich versuchen, die Maschine im Geradeausflug zu halten. Die Tour war interessant: Naumburg, Freyburg, Kyffhäuser, Goitsche, zum Schluß durch die Kontrollzone von Leipzig- Halle und fast bei mir zu Hause vorbei.      

Anschließend war putzen angesagt und Abstellen der Maschine im Shelter von EDAM.

 

Zweiter Flug: 20.07.08 1h:49min

 

Ich war frohen Mutes, hatte viel gelesen und wollte mich auf die drei Bewegungsmöglichkeiten bzw. Ruder konzentrieren. Heute führten wir eine intensive Außenkontrolle durch. Jedes wichtige Detail und das Warum wurde mir erläutert. Tanken und Zuladung waren kein Thema mehr. Hatten wir ja beim ersten Flug besprochen. Checkliste in die Hand genommen, abgearbeitet und angelassen, alles durch mich. Funkphrasen wurden besprochen und durch mich der Funkverkehr abgewickelt, danach rollen zum Rollhalt, Funkverkehr, weiter rollen und starten durch den Ausbilder. In der Luft sollte ich das beim ersten Flug Gelernte festigen. Es war nicht mein Tag. Ich war verkrampft. Statt dem Seitenruder benutze ich immer wieder die Querruder. Die Koordination zwischen dem Steuerknüppel und den Pedalen klappt einfach noch nicht.

 

Dritter Flug: 29.08.2008 2x 0:30min

 

Durch Urlaub war einige Zeit vergangen. Heute sollten Kurven geflogen werden. Theoretisch kein Problem. Praktisch: probiert es selbst.

 

 

Vierter Flug: 31.08.2008 0:43min und 0:30 min

 

Steig- und Sinkflugkurven. Das Prinzip der Horizontalkurven hatte ich kapiert, auch wenn es nicht immer klappte. Es war schon eine Gebetsmühle, Seiten- und Querruder, Maschine dreht Seitenruder raus, Horizont, Geschwindigkeit. Alles eine Übungsfrage, sagt der Fluglehrer. Heute sollte ich aber noch sinken oder steigen, also wieder anders. Der Horizont war kleiner oder größer. Die Geschwindigkeit musste mehr beachtet werden. Als Krönung wurde das Triebwerk abgestellt. Auch dabei muß  Mann oder Frau oben bleiben. Aber die Dimona ist ja ein Motorsegler. Das ist aber nicht der Grund weshalnb sie oben bleibt.

Wir hatten Ostwind, da war dann ein Verkehrsflugzeug, welches im Anflug auf Leipzig Halle war, recht nah. Unter 2500ft ist diese Begegnung kein Problem. Darüber ist Flugfläche "D" und gehört der kontrollierten Luftfahrt. (Lernt man auch.)

 

Fünfter Flug: 03:09.2008 0:36min und 0:43min

 

Wieder Kurvenflug, aber heute setzen wir noch einen drauf: Langsamflug und besondere Situationen. Also, wie verhält sich das Flugzeug, wenn die Geschwindigkeit immer geringer wird und wie sieht es bei zu großem Anstellwinkel aus. Der Fluglehrer zeigte mit deutlich die Grenzen und die Merkmale, wenn man in diese Situationen gerät. Es kam noch Besser! Wie meistert man diese besonderen Situationen? Kugel in die Mitte, Geschwindigkeit aufholen, Querlage stabilisieren. Er brachte es fertig, solche Situationen herzustellen. Ich habe nicht immer richtig reagiert.

 

Sechster Flug: 05.09.2008 2h:15min

 

Flug nach Jena. Noch brauchte ich die navigatorische Vorbereitung nicht durchzuführen. Jena besitzt eine Gras- und Bitumenbahn. Starts waren angesagt, 10 Stück insgesamt. Mittellinie halten, Spornrad anheben, abheben, halten, Fahrt aufholen, steigen. Hinter der Startbahn geht es etwas abwärts. Der Fluglehrer sagt, war schon ganz gut. Ich hatte eine andere Meinung. Auch die Platzrunde war nicht immer korrekt. In den Kurven habe ich schon mal die Querruder vergessen oder das Seitenruder nicht konsequent bedient. Das Funken und der Rundumblick  waren besser. Bei den Landungen brauchte ich nur „Mitfühlen“, Sinken, Schweben, Aufsetzen, Bremsen. Das Rollen war wieder meine alleinige Aufgabe. Dann ging es zurück nach Merseburg. Das war etwas einfacher. Richtung, Höhe und Geschwindigkeit halten, hatte ich ja schon öfter getan. Der Fluglehrer hatte Zeit, schon mit dem Papierkram anzufangen.(Wie bei allen Flügen, gab und gibt es Pausen)

 

Siebenter Flug: 19.09.2008 1:23min

 

Die Platzrunde wurde geübt. Wir haben diese simuliert. Die A38 diente als Orientierungspunkt. Steigflugkurve, Steigen, Gegenanflug, Queranflug, Sinken. Das Problem wie immer, die Koordination der Arme und Beine stimmt immer noch nicht.

 

Achter Flug: 20.09.2008 2h:11min

 

Die Landung war angesagt. 16 Mal insgesamt. Wer landet muss auch starten. Da ging nicht immer alles glatt. Es zeigten sich Verbesserungen, sagt der Fluglehrer. Ich war immer noch verkrampft. Nicht jede Kurve stimmte, das Sinken und Ausschweben wurde von Landung zu Landung besser. Ach ja, wir waren in Roitzschjora, nordöstlich von Delitzsch. Grasbahn.

Am Abend vorher habe ich mir die Flugroute erarbeitet. Theoretisch war es richtig. Praktisch kann man es auch anders machen. Denn wir sind direkt von Merseburg nach Roitzschjora  geflogen. Da liegt die Kontrollzone von Leipzig Halle dazwischen.

02.10.2008

Heute erreichte mich eine Hiobsbotschaft. Die Dimona ist nicht einsatzbereit. Der Zündmagnet muß zur Überprüfung. (250 Stunden) Vierzehn Tage wird es wohl dauern.

Wird das noch mit dem Alleinflug? Vielleicht, wenn alle Umstände stimmen.

20.03.2009 2h:02 min

Auf den Tag genau ein halbes Jahr ist vergangen, der erste Flug in diesem Jahr soll absolviert werden. Was kann ich noch? Natürlich hatte ich einiges vergessen. Ölstand kontrollierte der Fluglehrer. Karte hatte ich auch vergessen. Dann ging es in Richtung Köthen, über Dessau, weiter nach Wittenberg, zurück über Roitzschjora und den Petersberg. Geübt wurden Kurven, die Höhe, die Richtung und die Geschwindigkeit halten. In Roitzschjora eine Landung angedeutet, durchgestartet und zum Schluß noch zwei Starts und Landungen in Merseburg.              

 

29.03.2009 1h:33 min

Zu Beginn wurden der Kurvenflug geübt. Da gibt es noch einiges zu tun. Zuwenig Seiteruder oder zuviel Seiteruder. Zu steil, Seiteruder nicht rechtzeitig herausgenommen, die Bewegungen zu hastig. Alles Fehler welche man als "Fußgänger" macht.

Danach noch neun Starts und Landungen. Hier fehlt einfach das richtige Gefühl.

 

03.04.2009 1h:18 min

10 Starts und Landungen, dazwischen das Fliegen von Kurven. Einleiten, Halten, Ausleiten. Immer noch die gleichen Fehler. Aber manchmal sieht es schon ganz gut aus, sagt Uwe. Bei den Starts und Landungen gelingt es mir teilweise das Richtige zu machen. Doch der Fluglehrer muss zu oft eingrei0345/4707663.fen. Kleiner Trost, es gab Schüler, die haben 70 Starts und Landungen gebraucht. Das war Nummer 19 in diesem Jahr. Ich denke das letzte Jahr kann ich für diesen Teil der Ausbildung streichen. Es ist zuviel Zeit vergangen.  

 

05.04.2009 1h:05 min

10 Starts und Landungen. Die Platzrunde beinhaltet  das Fliegen  Kurven. Aber es stimmt immer noch nicht alles. Uwe sagt, es wird besser. Du musst noch die hektischen Bewegungen abstellen. Nicht auf alles reagieren was das Flugzeug macht, überlegen was der nächste Schritt ist usw. Wenn das Zusammenspiel aller einzelnen Teile des Starts, der Platzrunde und der Landung passt, ist der Knoten geplatzt. Ich bin gespannt wann. :-)

 

11.04.2009 2h:05 min

10 Starts und Landungen in Roitzschjora. Fluglehrer Georg. Hinflug durch die Kontrollzone von Leipzig/Halle. Ich wohne in der Kontrollzone, wir habe es genutzt, sind über mein Haus geflogen, war bestimmt nicht das letzte Mal.

Die Starts und Landungen werden langsam, die berühmte Kleinigkeit ist das Problem, doch es bedarf noch der Hilfe des Fluglehrers. Ein wenig habe ich das Gefühl, langsam wird es.

Zurück ging es Richtung Petersberg, Halle und dann Merseburg. Das Gefühl für das Flugzeug festigen, sagt Georg. Ich denke, in der Platzrunde konzentriere ich mich auf diese Aufgabe und mache bei den anderen Elementen Fehler.

 

19.04.2009 1h:23min

8 Starts und Landungen in Jena. Das A und O. Diese Elemente müssen sitzen, erst dann geht es weiter

 

24.04.2009 1h:45min

15 Starts und Landungen in Laucha. Anflug in Richtung Osten. Bedeutet, unter mir das Tal der Unstrut, vor mir ein Hang, dort liegt die Bahn. Böiger Wind, Resignation machte sich breit.

 

26.04.2009 2h:23min

16 Starts und Landungen in Roitzschjora. Es wird, es wird besser. Starten klappt recht gut. Landen wird besser. Das Feingefühl beim Ausschweben fehlt noch. Seitenwind machte mir zu schaffen. Vorhalten beim Landeanflug war angesagt. Doch kurz vor dem Aufsetzen muss die Richtung wieder stimmen. Da fehlt noch das Feingefühl.

 

03.05.2009 2h:34min

Beste Bedingungen in  Roitzschjora, kein Wind oder fast kein Wind.15 Starts und Landungen. Ich persönlich bin immer noch unzufrieden. Mir fehlt das Gefühl, die Dimona auch wirklich ohne Hilfe in die Luft und wieder zum Flugplatz zurückgebracht zu haben.

 

09.05.2009 1h:30min  

Erst Arbeitseinsatz, dann 15 Starts und Landungen am Heimatflugplatz Merseburg. Am Ende war es die Landung Nummer 156. Wenn ich die vierzig Landungen aus dem Jahr 2008 abziehe, bin ich bei 116 Landungen. Warum 2008 abziehen? Es fehlte die erfolgreiche Fortsetzung. Die Überprüfung der Zündmagneten stand an und die Defekthexe hatte zugeschlagen. Vielleicht wäre ich ohne diese Probleme schon weiter. Doch die Sicherheit geht vor und Vorschriften in der Luftfahrt nicht zu beachten kann tödlich enden.
Ich war gut drauf, sagt der Fluglehrer Georg. Ich hätte vieles richtig gemacht, meint er. Fortschritte sind nicht zu übersehen. Die Bedingungen waren gut, wenig Wind schönes Wetter, hoffentlich ist am nächsten Sonntag auch gutes Wetter. Dann kommt der andere Fluglehrer, Uwe, mal wieder in den Genuss mit mir zu fliegen. Ich hoffe, er bestätigt die Eindrücke und Fortschritte. 

 

 17.05.2008 1h:57min

Es ging nichts. Ein Genuß für den Fluglehrer war es nicht. Kein Start, keine Landung klappte auch nur annähernd. Habe ich mich zu sehr unter Druck gesetzt? Ich weiß es nicht.

31.05.2009 2h:23min 

Alles war anders. Der erste Start klappte, die erste Landung in Roitzschjora auch. Von den insgesamt 16 Starts und Landungen ging nur eine richtig schief. Lag es vor 14 Tagen doch an meiner Übermotivation und dem starken Seitenwind? Morgen werde ich es wissen. 
Wir haben 5 Landungen ohne Klappen gemacht. Schweben sollte ich lernen. Ging ganz gut. Der Wind kam fast immer aus 020° mit 4-7 Knoten, also schräg von vorn. Die Bahn hat die Ausrichtung 10 also 100°.Dann ging es nach Taucha. Dort war Tag der offenen Tür. Ich sollte auch mal auf einer kurzen Bahn, 600m landen. Gesagt, getan. Dann ging es zurück nach Merseburg. Wir blieben außerhalb der Kontrollzone. Doch die Aussicht über Leipzig konnte ich ein wenig genießen. Zum Abschluß noch zwei Landungen in Merseburg. Morgen geht es weiter.

01.06.2009 2h:03min

Es geht gut sagte mein Fluglehrer und machte 20 Starts und Landungen am Stück. Er meinte, dass ich dadurch die Handlungsabläufe festige. Ich denke schon, dass es etwas gebracht hat. Uwe war der Fluglehrer und er machte das Eine oder Andere anders. So das Starten aus der Dreipunktlage, ich fand es einfacher. Wir hatten Nordwind, nicht viel, aber er war da. Nicht die  Nase in den Wind sonder linke Fläche hängen lassen und rechtes Seitenruder dagegen. Ist Übungsache aber es ging. So lernt der Flugschüler, also ich, unterschiedliche Methoden kennen und das ist gut so. Landung ohne Klappen waren auch dabei. Doch ein Makel blieb, das Abfangen. Es wollte nicht klappen. Mal zu hoch, dann zu tief, alles andere stimmte. Die Ursache haben wir vielleicht gefunden. Männer schauen sich eben nicht immer an. :-) 

06.06.2009 1h:24min

Es war ein bescheidener Tag, Wettertechnisch. Wind aus 080/12kt laut Metar. Doch die Bahn hat ja die Ausrichtung 08. Somit doch recht gute Bedingungen. Der Geschwindigkeit im Endanflug musste etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Der erste Start ging gleich schief, wieder nervös. Bei den nächsten habe ich vergessen erst Fahrt aufzuholen und erst dann zu steigen. Am Ende gelang auch dies.
Die Landungen waren in Ordnung. Sicher gab es die eine oder andere Korrektur. Besonders wenn die Maschine nochmal aufzuschwebte. Vielleicht war doch die Gleitsichtbrille die Ursache für das schlechte Abfangen. Heute hatte ich nur die Brille welche die Entfernung korrigiert in Benutzung.  Ich kann zufrieden in das Wochenende gehen, meinte der Fluglehrer. 

13.06.2009 2h:12min

Wieder starker Wind von vorn. Das Kennenlernen anderer Flugplätze stand auf dem Programm. Zu Beginn gab es eine Rüge, meine Karte ist veraltet und mir wurde sofort bewiesen warum. Frequenzen stimmten nicht mehr. Erst ging es nach Taucha. Dort simulierten wir Landungen. Ich fange immer noch zu hoch ab, trotz anderer Brille. Das nächste Mal werde ich es ohne Brille versuchen. Dann sind wir nach Oschatz geflogen. Hier ging der Anflug, trotz Einweisung, richtig schief. Danach hatte ich Pause. Mein Fluglehrer hatte einen Prüfungsflug. Ich hatte Zeit zum lernen für die theoretische Prüfung. Danach ging es zurück nach Merseburg. Der Flug war unruhig. Starker Wind und Thermik. Die Sicht und die Aussicht waren optimal. In Mersburg  wurde noch fünf Mal gelandet. Mehr schlecht als recht. Abfangen, Richtung, wann platzt der Knoten???

28.06.2009 1h:55min

Mein Fluglehrer versuchte mich vor dem Start aufzumuntern. Du kannst Fliegen, nur mit dem Landen hast du Probleme. In der vergangenen Woche habe ich im Internet mich zum Thema Gleitsichtbrille schlau gemacht. Die Meinung war überwiegend positiv. Was ist also der Grund? Ein Gespräch mit einem anderen Fluglehrer machte mich nachdenklich. Ich schaue nicht richtig aus der Kabine beim  Landen, war meine Meinung. Uwe, mein Fluglehrer an diesem Tag bestätigte meine Einschätzung. Wir besprachen alles nochmal vor dem Start und dann ging es los. Die Starts gingen alle gut. Kleinigkeiten in den Kurven - zuviel Querruder - nicht unbeding ein großes Problem aber daran arbeiten. Die Landungen, eine ging richtig schief, eine weitere zu hoch, die nächste zu tief, dazwischen ist die Wahrheit. Manchmal zu viel gezogen, die Maschine schwebte auf und es war ein Problem sie auf den Boden zu bringen. Doch irgendwann - insgesamt waren es 18 Landungen - wurde es immer besser, sagte Uwe und der muß es ja merken und wissen. Seine Hände lagen schön auf dem Amaturenbrett . Wenn du sie nicht mehr siehst, machst du etwas falsch :-) Manchmal zuckten sie !!! War das der Knoten ?

05.07.2009 1h:36min

Der erste Start, ich dachte, nein heute geht nichts. Es hat sich dann doch noch gebessert. Trotzdem war es nicht so wie in der Woche zuvor. Doch die Landungen klappten und das war wichtig. Auf dem Programm Stand noch der Startabbruch bzw. der Ausfall des Triebwerkes während des Starts sowie das Slippen. Den Ausfall des Triebwerkes während des Starts möchte nicht unbedingt erleben.Man muß es üben um richtig zu reagieren.  In 900ft war es kein Problem. Ich konnte eine Kurve fliegen erreichte den Platz und landete ohne Probleme.

06.07.2009

Flugfunkprüfung 
Ich habe mich verrückt machen lassen aber trotzdem bestanden. Danke an Thomas und Henry vom Fluglehrerteam.de Sie haben eine gute Arbeit geleistet

11.07.2009 1h:18min

Es ist wie verhext. Erst habe ich falsch  aus dem Cockpit geschaut und jetzt fehlt das Gefühl für den letzten Meter. Alles geht gut, nur die Maschine auschweben lassen macht mir Probleme. 

18.07.2009 2h:00min

Gleicher Stand. Bin ich mit meinen Gedanken bei der Theorieprüfung am Montag? Mal so, mal so, der letzte Meter klappt nicht, das Aushungern, ich bin wütend und nicht hungrig.

20.07.2009

Theorieprüfung

Ich wollte nie wieder eine Prüfung machen. Jetzt tu  ich mir das auch noch freiwillig an. Gelernt habe ich. Bin ich wirklich Fit? Ort der Prüfung war die Landesdirektion Dresden, Computerkabinet. Nach dem ich die Fragestellung im Fach Navigation im Buch gelesen hatte(einiges lässt sich auf dem PC nicht richtig darstellen) habe ich gedacht, geh nach Hause. Ich habe mit Navigation angefangen, ungefähr 60 Minuten gebraucht und war mir nicht hundertprozentig sicher. 88,9% haben dicke gereicht. Der Rest lag zwischen 87,5 und 100% Wie immer in meinem Leben nach der Schule.  

26.07.2009 2h:00min

Wieder 20 Starts und Landungen. Der entscheidende Unterschied  war oder ist, sie waren alle ohne nennenswerte Probleme. Jetzt ist wohl der letzte Knoten endlich geplatzt. Dabei waren die Bedingungen nicht optimal. Starker manchmal auch böiger Wind und dann nicht immer auf der Bahn. Der nächste Termin soll der Freiflug werden. Es wird auch Zeit. Ich denke aber, dass ich das Lehrgeld nicht  umsonst bezahlt habe.

05.08.2009 1h:06min

Mittwoch, 05.08.2008 kurz nach 18:00 Uhr war es soweit, ich saß allein in der Maschine, rollte zum Rollhalt der Piste 08 und sollte drei Platzrunden fliegen. Da ich diese Zeilen nicht vom Krankenbett schreibe und die Maschine auch noch in Ordnung ist, kann davon ausgegangen werden, dass der „Freiflug“ gut absolviert wurde. Vorher sind beide Fluglehrer noch 5 bzw. 3 Platzrunden mit mir geflogen. Sie mussten sich einig sein, kann er es oder kann er es nicht.  Doch nicht alles war gut. Der erste Start war schlecht, die Maschine war 80kg leichter, ich war ja allein, beide Lehrer hatten es mir gesagt, doch ich war mit meinen Gedanken woanders. Wenn mich jemand nach dem Gefühl fragt, ich kann es nicht beschreiben, ich weiß es nicht. Nach der zweiten Kurve habe ich mich umgeschaut, erst die Instrumente, dann zum Platz und danach in alle Richtungen, soweit es uns Menschen möglich ist. Nach der dritten Kurve stieg die Anspannung, gleich musst du die Maschine landen, dachte ich. Vierte Kurve, Meldung Endanflug, ruhige Antwort des Flugleiters, der Wind ist still, ideale Bedingung, sage ich jetzt. Ob ich es da registriert habe, ich weiß es nicht. Die Landung war mäßig, das Flugverhalten ist anders, 80kg fehlten. Ich war unten, durchatmen, starten und die nächsten beiden Platzrunden absolvieren, diesmal ging der Start besser. Die nächste Landung war schlecht und die letzte „Scheiße“. „Scheiße darf man sagen, steht im Duden“ Zitat Fluglehrer Uwe. Was habe ich falsch gemacht. Die Klappen zu früh, dann Klappen eingefahren, dadurch war die Maschine nicht stabil, ich habe sie nicht ausschweben lassen, keine Dreipunktlage hergestellt und dann ich bin gesprungen. Zuerst sah ich eine Faust beim zurückrollen. Doch dann gab es die Gratulation, einen Strauß aus Disteln und ähnlichem und von mir ein Glas Sekt. (Vornehm geht die Welt zu Grunde) An dieser Stelle Dank ein meine beiden Fluglehrer welche viel Geduld aufbringen mussten und an meine Frau die, ich weiß nicht warum, mir diese "Verrücktheit" gestattet hat. Insgesamt habe ich bis zum ersten Alleinflug 47 Stunden und 301 Start und Landungen gebraucht. Andere erwerben da ihren Schein. Vielleicht ist das Lehrgeld gut angelegt. Abschließende Aussage meiner Fluglehrer, du bist jetzt ein Rohdiamant und jetzt kommt der Feinschliff.

     

   07.08.2009 1h:20min

Die Ausbildung wurde fortgesetzt. Klingt nüchtern, ist aber so. Im Ausbildungsplan stand - Festigung der Kurventechnik, Segelkonfiguration und gefährliche Fluglagen - so wurde es auch gemacht. Weg von den Platzrunden, steigen auf 4000ft, Festigung der Kurventechnik, es wurden Vollkreise bis 45° geflogen. Nächstes Element, gefährliche Fluglagen. Am Boden besprochen, doch wie ist es in der Wirklichkeit? Zuerst die Kugel in die Mitte, dann Querlage herstellen und erst danach Geschwindigkeit, es war schon komisch. Doch es kam noch schlimmer, die überzogene Fluglage. Ziehen bis die Maschine sich schüttelt. Der Fahrtenmesser zeigt kaum noch etwas an, doch die Maschine stabilisierte sich nach dem Loslassen des Steuerknüppels von selbst. Das schönste Element an diesem Tag war das Fliegen ohne Triebwerk. So schön kann Fliegen sein. Das nächste Mal sind Platzrunden dran, ohne Fluglehrer, (der schaut von unten zu) dann wird also geschliffen.  

12.08.2009 1h.00min

Heute war wieder so ein Tag, es ging nichts. Zuerst drei Platzrunden mit Fluglehrer. Das war noch ok. Dann fünf Runden ohne Lehrer. Die ersten zwei Landungen gingen mehr als  schlecht. Ich war aufgeregt, so schlimm war es nicht mal zum ersten Alleinflug. Jedes Rütteln machte mich nervös. Es waren keine idealen Bedingungen, aber auch das muss gemeistert werden, nur heute nicht. Nach der sechsten Platzrunde habe ich aufgegeben. Mache jetzt Urlaub und hoffe dass es am 31.08. besser geht.

31.08.2009 1h:45min

Der Stolz auf die ersten Alleinflüge ist lange vorbei. Frust hat sich breit gemacht. In meinem Kopf ist etwas, was ich nicht erklären kann. Uwe hat es versucht zu erklären, hat auch von Rücksclägen gesprochen, doch wie weiter? Andere sagen, flieg einfach weiter, wird schon. Ich weiß nicht ob ich nicht besser aufhören sollte.
Wir habe Außenlandeübungen gemacht. Dabei auch schon ein wenig Navigation geübt. Doch die sieben Landungen waren immer noch nicht ok.

06.09.2009 2h:43min

Vor Beginn der Ausbildung erfolgte ein langes Gespräch mit dem Fluglehrer. Es zeigte etwas Wirkung, ich war ruhiger als vorher. Alle Elemente klappten, nur der letzte Meter macht Probleme. Ich halte die Maschine nicht  lange genug in der Luft, bzw. korrigiere die Fluglage nicht richtig. Warum hat sich das so eingeschliffen? Ich weiß es nicht.
Meinem Kopf geht es besser. Ich bin optimistischer für den nächsten Flug und denke, dann wir auch dieses Problem behoben. Die innere Ruhe ist wieder da, so wird auch dieser Fehler  noch bezwungen. Oder? 

13.09.2009

Ob geflogen wird, diese Entscheidung fällt auf dem Platz. Es war windig, kalt und Regen kündigte sich an. Abruch, Sonntag auch nicht schlecht.

19.09.2009 1h:30min

Gute Bedingungen, ich hatte ein gutes Gefühl doch  manchmal  liegt man da auch nicht richtig. Aber nicht das Fliegen war das Problem, das Flugzeug machte Kummer. Keine Luft auf dem Spornrad. Das Wechseln machte viel Arbeit und weil es so schön war, wir einen Fehler machten, wurde der Schlauch zweimal gewechselt. 13:00 Uhr ging es dann in die Luft. Erst eine Stunde, dann Gästeflug und danach nochmal eine Stunde. Insgesamt 15 Landungen. Es  holperte das Eine oder andere Mal aber im Prinzip war ich und auch der Fluglehrer zufrieden. Vorsichtig optimistisch könnte ich mir vorstellen, das nächste Mal könnten wieder Alleinflüge gemacht werden. Das kommende Wochenende soll auch beste Bedingungen bieten. 

25.09.2009 1h:52min     

Es muss irgendwie klappen, dachte ich vor dem ersten Start. Uwe hat mich 12x hoch und wieder runter gejagt.  Er hat mir einige Tricks gezeigt, diese Situationsbedingt anwenden sind eine große Hilfe während der Landung. Beherzigt habe ich sie erst am Samstag.

 Dann hatte er Kopfschmerzen. Hoffentlich nicht wegen mir :-) Wir machten Pause, doch es wurde nicht besser mit seinen Kopfschmerzen. Irgendwann stellte ich die Frage, soll ich allein fliegen? Traust du dir es zu? Kam als Antwort. Ich sagte ja. Er hätte mich auch allein fliegen lassen, aber die letzte Landung war schlecht. Dann ging es doch noch allein weiter. Sechs Landungen, die Erste schlecht, die Zweite bis Vierte gut, beim Versuch der fünften Landung bin ich durchgestartet. Ob es richtig war, ich weiß es nicht.  Eine neue Erfahrung habe ich gesammelt und das war gut so. Auch bei der letzten Landung bin ich mit dem Hauptfahrwerk aufgekommen. Ergebnis, sie sprang weg.  Über Funk kam energisch, halten. Die Maschine waagerecht halten, an den Boden herantasten, Dreipunktlage herstellen, landen. Das war es, so einfach geht es. 

26.09.2009 2h:30min

 Roitschjora war angesagt, Grasbahn, lange nicht angeflogen, es war wohl der Tag an dem der berühmte Knoten geplatzt ist. An dieser Stelle bin ich eher Pessimist. Doch keine Landung ging schief, drei mit Fluglehrer zehn im Alleinflug. Langsam abfangen, an den Boden herantasten, Maschine halten, Dreipunklage herstellen, landen. Es funktionierte. Wenn sie nicht so wollte dann gab es auch noch Lande(Stör)klappen. Dann setzt die Maschine sich auch hin, sie kann nicht mehr anders. Alles sehr sehr oft gehört. Doch auch "normale" Landungen funktionierten.  Das Spornrad  berührt den Boden, Knüppel weiter an den Bauch(wenn vorhanden) aufsetzen , bremsen, das war es. Hört sich einfach an, es ging, ich hoffe es geht so weiter.

 27.09.2009

Ich hatte viel über das Trudeln gelesen. Bei den Segelfliegern gehört es zur Ausbildung. Ich wollte es wissen. Uwe, nicht nur Fluglehrer sondern passionierter Segelflieger, war bereit es mir zu zeigen.  Erst Theorie dann Praxis. Was ist der Unterschied zur Steilspirale, wie wird Trudeln eingeleitet, wie die Steilspirale und wie komme ich aus diese Situation wieder heraus. In 100m Höhe wohl nicht mehr. Deshalb auch die klare Ansage, die letzte Kurve vor der Landung mit voller Konzentration fliegen und keinen Fehler machen, sonst ist es zu spät.

Dann ging es noch oben, mit dem Schleppflugzeug, auf 1200m.  Nach dem Ausklinken gab mir Uwe noch einige Hinweise, danach ging es abwärts. Steil nach unten, ich saß vorn, die Erde kam schnell näher, ca.190km/h, das Flugzeug dreht sich, ich wusste was er machen muss, er tat es, meine Wangen wurden zusammengedrückt, mein Magen zog sich zusammen, 3g heißt der Spaß. Dann sollte ich es auch noch mitmachen, ich habe nichts mitbekommen. Mir war schlecht. Uwe zeigte mir noch die Steilspirale und wie ich diese beende. Flieger  sind Spaßvögel, kleine Spielchen waren auch noch drin, mir war ja nur schlecht  Nach ca. 25 Minuten waren wir wieder auf dem Boden. Jetzt weiß ich wie es  geht, werde mich beim nächsten Mal besser darauf einstellen und möchte es im nächsten Jahr nochmal tun.  

09.10.2009 1h:56min

Es wird Herbst, die schönen Tage wollen wir nutzen, so auch diesen Tag. Wie immer, drei Platzrunden mit dem Fluglehrer, sind diese o.k. steigt dieser aus und es geht allein weiter. Er und ich waren nicht zufrieden. Die letzte Landung war schlecht, auch wenn ich schon schlechtere Landungen geliefert habe. 
Dann begann der nächste Ausbildungsabschnitt, Landung ohne Triebwerk. Bedeutet, das Flugzeug ist ein Segelflugzeug und muss auch so geflogen werden. Praktisch läuft es so ab: Auf 1400ft steigen, Geschwindigkeit auf 90km/h reduzieren, Triebwerk abschalten, Luftschraube verriegeln und Wiederstart des Triebwerkes vorbereiten. Dann wird, in Abhängigkeit von der Höhe und all den anderen Verhältnissen die Landung vorbereitet und durchgeführt. Mit Triebwerk geht es genau so, doch man kann nicht durchstarten. Einmal musste der Fluglehrer eingreifen. Mit Triebwerk hätte es funktioniert, doch ohne wäre es schief gegangen. Insgesamt waren es 10 Landungen.

25.10.2009  1h:21min

Mit stolzer Brust ging es Flugplatz. Der Knoten war ja geplatzt, nur der Knoten wußte es nicht. Der war plötzlich wieder da. Mein Kopf, meine Füße und Hände waren keine Einheit. Die ersten drei Starts und die Landungen gingen schief. Danach war Pause, Gunter hatte Prüfungsflug, bestanden, Glückwunsch. Dann ich nochmal. Fünf funktionierten gut. Bei der sechsten und siebenten Platzrunde wurde ich nervös, warum, keine Ahnung. Sarkastischen Bemerkung, du fängst erst mit der vierten Landung an. Ha ha. Für das nächste Mal gilt, alles raus aus dem Kopf, jetzt zählt nur Fliegen. 

01.11.2009 1h:42min

Mit der Einstellung, alles raus aus dem Kopf bin ich hingegangen, im Kopf waren oder sind noch Dinge welche mich hindern alles richtig zu machen. Vielleicht war es der Druck welchen ich selber aufgebaut habe. Ich wollte allein fliegen. Nach 12 Landungen durfte ich es auch. Vier mal war ich allein in der Luft. Innere Ruhe sieht anders aus, sagte ich mit danach. Ich weiß und es wurde mir betstätigt, dass ich die Elemente beherrsche, warum dann diese Nervosität? Von den vier Landungen war eine schlecht. Ich landete kurz vor der Markierung welche die Mitte der Bahn kennzeichnete.Bei einer kurzen Bahn wäre es schief gegangen, hier war noch genung Platz. Der Rest war o.k   

08.11.2009 1h:18min

Eigentlich wie immer, nur diesmal haben wir slippen geübt, 10x insgesamt. Wahrscheinlich war ich immer zu fasziniert um mich zu 100 Prozent auf die Landung zu konzentrieren. Da gab es dann die bekannten Mängel.


02.04.2010 1h:01min.

Der erste Flug im Jahr 2010 und der Tag der Entscheidung, geht es weiter und wie geht es weiter? Im Vorfeld wurde viel gesprochen und nachgedacht, theoretisch ist alles klar. Einsteigen, Kabinendach  zu, 10 Minuten Zeit alles in Gedanken durchgehen, dann ging es los.  Der Start ging recht ordentlich, Abflug aus der Platzrunde in Richtung Geiseltalsee. Vollkreise und Luftschraube auf Reiseflug umstellen waren die Elemente. Dann ging es zurück. Anflug in die ungewohnte Südplatzrunde. Die letzte Kurve beendete ich natürlich nicht in Landerichtung. Der Wind und mein  zu spätes Eindrehen  haben mich abgetrieben. Trotzdem war die Landung in Ordnung. Dann folgten meine alten Fehler, erst die sechste Landung verdiente die Bezeichnung Landung.
Nach einer kurzen Pause ging es mit dem Ausbildungsleier weiter. Dieser zeigte mir durch seine Körpersprache, ich bin nur Ballast. Kein Fuß und keine Hand berührten während der vier Platzrunden eine Rudereinrichtung im Flugzeug. Die Landungen waren nicht optimal aber es waren Landungen. Fluglehrer Uwe, der die Landungen am Boden verfolgte, bestätigte die Einschätzung.
Das abschließende Gespräch mit dem  Vereinsvorsitzenden, dem Ausbildungsleiter und den Fluglehrern hatte das Ergebnis: Wir werden die nächsten Elemente, die der Ausbildungsplan vorschreibt, angehen.  

06.04.2010  1h:38min.

Der erste Streckenflug, Böhlen, Roitschjora, Merseburg waren die Etappen. Den Flugplatz in Böhlen habe ich ewig gesucht. Die Orientierung aus der Luft ist eben nicht einfach. Roitschjora haben wir nur angeflogen. Den Platz kenne ich.Danach gab es Tipps. Wie die Karte gestalten? Worauf achten? Welche Vorbereitung ist noch notwendig? Kurs, Groundspeed und Entfernung allein reichen nicht. Flugplätze und markante Punkte entlang der Strecke festlegen. An diesen Punkten die Orientierung durchführen. Bin ich dort wo ich sein will? Was muss ich tun wenn ich nicht an dem Punkt bin wo ich sein soll? Wie kann ich meine Sicherheit erhöhen? All diese Dinge wurden thematisiert. Dann kamen noch fünf Landungen in Merseburg. Ich weiß nicht warum, die ersten drei Landungen waren ok, die Vierte kann man nicht als Landung bezeichnen und die Letzte war richtig hart.

08.04.2010 2h:19min.

Der zweite Streckenflug. Vorbereitet war Jahnsdorf, Langhennersdorf, Dommitzsch, Merseburg. Ich habe versucht alle Tipps zu berücksichtigen. Doch es gab neue Probleme. Das erste Problem gab es bei der Kontrolle des Flugzeugs vor dem Flug. Wir fanden einen Riss an der Unterseite des Rumpfes. Woher ist der? Von der harten Landung? Wir wollte sicher gehen. In Jahnsdorf gibt es eine Fachwerkstatt. Dort wurde der Schaden begutachtet. Es dauerte natürlich. Der Riss ist nicht problematisch. Wir machten noch eine Landung in Jahnsdorf und sind dann nach Langhennersdorf geflogen. Auch hier habe ich wieder den Platz gesucht. Doch ich merkte, es ging besser. Markante Punkte gesucht, daran orientiert und es klappte. Wie alles eine Frage der Übung. In Langhennersdorf eine Landung und dann zurück nach Merseburg. Diese Landung klappte wieder nicht. Warum?    

17.04.2010 1h:32min

Höhenflug, laut Ausbildungsprogramm ist das Steigen auf 6000ft (1800m) vorgesehen. Das haben wir getan. Parallel dazu einen Streckenflug über Bad Frankenhausen, Sömmerda, Laucha zurück nach Merseburg. Es war sehr gute Sicht und in dieser Höhe war es ein ruhiger Flug. Die Orientierung aus dieser Höhe ist  etwas komplizerter.Zurück in Mersburg und Sinken auf Platzrundenhöhe war es vorbei mit der Ruhe. Die Thermik sorgte dafür. Es folgden drei Landungen. Wenn man aus "großer" Höhe kommt, kann es Probleme mit dem Einschätzen der Distanz geben. So war es auch bei der ersten Landung. Die Zweite und Dritte waren ok. 

24.04.2010 2h:36min

Langstreckenflug, ca.270km, standen auf dem Plan. Die Orientierung weiter zu schulen und zu festigen war das Ziel. Das Ergebnis konnte sich  sehen lassen. Die Etappenorte sind Oschatz, Reinsdorf, Roitzschjora, Wettin und Merseburg gewesen. In Reinsdorf und Roitzschjora wurde gelandet. Ich bin ehrlich, Reinsdorf habe ich durch Zufall endeckt und Roitzschjora kenne ich.

02.05.2010 2h:13min

Der erste Alleinflug in diesem Jahr und der hatte es in sich. Die Wetterprognose stimmte mich nicht optimistisch. Auf 2500ft wollte ich steigen, 2000ft waren das Maximum. Die Wolkenuntergrenze war unterschiedlichgestaffelt. Den größten Teil der Strecke absolvierte ich in 1500ft. Dazu kam eine eingeschränkte Sicht, Dunst behinderte mich. Geflogen bin ich von Merseburg nach Riesa, weiter ging es über Wittenberg , Dessau, Könnern und Sangerhausen zurück nach Merseburg. Auf der Karte ausgemessen waren es 330km. Ich hatte mich sehr intensiv mit der Strecke beschäftigt. Trotzdem ging nicht alles glatt. Zwischen Merseburg und Oschatz mußte ich intensiv die Karte und die das Gelände vergleichen. Eine Bundesstraße und eine Bahnstrecke zeigten mir den richtigen Weg. Riesa und der dortige Flugplatz waren kein Problem. Entlang der Elbe ging es nach Wittenberg. Trotzdem versuchte ich mich zu orientieren,  Mühlberg, Torgau und Dommitzsch waren klar zu erkennen.   Von Wittenberg ging es über Vockerode nach Dessau. Auch der Flugplatz wurde schnell entdeckt. Weitere Etappen waren Köthen, Könnern, die Kreuzung B242/B180, Sangerhausen und dann Merseburg. In Könnern habe ich überlegt den Weiterflug abzubrechen und entlang der Saale zurückzufliegen. Es war sehr dunstig. Ich habe mich anders entschieden. Eine Erfahrung, mehr nicht. Die Landung war schlecht, was geht in meinem Kopf vor?

08.05.2010 1h:52min

Tag der Befreiung, nein immer noch nicht. Außer einer netten Begebenheit vor dem Start, ist alles wie es ist. Auf dem Ausbildungsplan stand das Landen auf Verkehrsflughäfen. Leipzig/Halle und Erfurt steuerten wir an. Vorher habe ich mich mir den Phrasen des Flugfunks und der Anflugkarte beschäftigt. Trotzdem ich die Höhenangabe vergessen habe, war es recht einfach. Wenn es etwas zu korrigieren gab, geschah es sachlich und ruhig. Gelandet sind wir auf der 26links, der Südbahn. Es ist schon ein irres Gefühl, hier landen die Fracht und Verkehrsflugzeuge und da kommst Du mit so einem kleinen Motorsegler und wirst genau so behandelt wie ein Großer. Erfurt war ähnlich, nur kleiner.

12.05.2010 2h:23min

10 Starts und Landungen auf fremden Plätzen. Vor dem ersten Start habe ich mir den Ablauf der Landung durch den Kopf gehen lassen und versucht Fehler zu finden. Mit voller Konzentration ging es an die Aufgabe. Die Plätze waren Jena, Sömmerda und Allstedt. Alle Landungen wurden ohne Probleme absolviert. Ich hofffe es geht so weiter.

22.05.2010  2h:38mi

Langstreckenflug,e rster Versuch in der Nähe von Brehna abgebrochen. Die Sichtverhältnisse wurden immer schlechter, zurück nach Merseburg. Der zweite Versuch entlang südlich von Leipzig, über Taucha, Wittenberg nach Schönhagen. Dann sollte es nach Ballenstedt gehen. In der Nähe von Calbe wurden die Sichtverhältnissse immer schlechter. Entlang der A14 in Richtung Halle, Rücksprache mit Merseburg und weiter nach Sömmerda. Von da ging es dann zurück nach Merseburg. 

06.06.2010 2h:00min

Beginn der CVFR Ausbildung. CVFR bedeutet, Fliegen nach kontrollierten Sichtflugregeln.Doch gesehen habe ich nur die Instrumente. Mein Sichtfeld wurde durch eine Kappe eingeschränkt. Ich musste den künstlichen Horizont, den Fahrtenmesser, den Kompass und das Variometer ständig im Auge behalten, denn ohne Sicht nach aussen, gauckelt der Körper dir etwas anderes vor. Die Querlage war mein Hauptproblem. Es kam aber noch besser, Horizontalflug war noch einfach, fast entspannend. Vollkreise und Halbkreise mit 15° oder 30° Querlage , erst horizontal, dann im Steig und Sinkflug haben mich ins schwitzen gebracht. Zur Entspannung wurde die Kappe einige Minuten abgesetzt und es ging fast wie von selbst. Weiterhin wurde die Maschine bis an die Überziehgeschwindigkeit geflogen. Das bedeutet, die Strömung ist kurz vor dem Abriss. Angezeigt wird dieser Zustand durch ein schütteln der Maschine. Fahrt aufholen ist dann die einzige Methode diesen Zusatnd zu beenden. Die dritte Ausbildungsstunde fiel aus, dem Spornrad war die Luft ausgegangen.

08.06.2010 3h:00min

Fortsetzung der CVFR Ausbildung. Doch zuvor haben wir das Schlauch wechseln erneut geübt. Das Spornrad war wieder platt. Endlich in der Luft wurde wiederholt. Es folgte das Anfliegen und Abfliegen eines Funkfeuers. Der letzte Ausbildungsteil an diesem Tag beinhaltete das Anschneiden von Kursen. Es wird ein Radial an der VOR-Anzeige eingestellt, dieser wird in einem Winkel von 30° "angeschnitten". Kurz bevor die CDI Nadel in der Mitte ist, wird auf den korrekten Kurs zum VOR eingedreht. Die drei Landungen waren kein Problem, obwohl die letzte Landung etwas hart war.

11.06.2010 3h:00min

Diesmal war noch richtig Luft auf dem Spornrad. Gleich nach dem Start ging es zum VOR "LEG", dieses liegt östlich der Nordbahn des Flughafen Leipzig/Halle. Nach der Genehmigung durch den Controller ging es auf direktem Weg dorthin. Nach dem Überflug musste ich auf Gegenkurs gehen, natürlich gibt es dafür eine Regel. In der Mitte der Nordbahn wurden wir aufgefordert die Kontrollzone zu verlassen. Wir drehten nach Norden und übten die Standortbestimmung mit Hilfe zweier Funkfeuer. Im letzten Teil der Ausbildung wurde das Bestimmen der Entfernung zum Funkfeuer geübt. Das Landen war kein Problem, auch hier war die dritte Landung die schlechteste Landung, liegt wohl an der Konzentration nach drei Stunden Ausbildung.  

19.06.2010 2h:00min

Die letzten beiden Ausbildungstunden. Es wurde das Anschneiden von Kursen, die Standortbestimmung und die Entfernungsberechnung wiederholt. Das war es dann, nach der zweiten Landung an diesem Tag war die Ausbildung beendet. Es lief nicht so wie ich es mir vorgestellt habe, jetzt ist es vorbei und ich bin froh. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle die sich mit mir Mühe gegeben haben. Ich denke jetzt bin ich soweit und kann dem Prüfungsflug entgegenschauen.  

10.07.2010 1h:36min

An dieser Stelle sollte der Prüfungsflug stehen. Doch ich habe noch keinen Termin. Zum Flugplatz bin ich gefahren um zu arbeiten. Der anwesende Fluglehrer war anderer Meinung, du bist drei Wochen nicht geflogen, du sollst nicht aus der Übung kommen, wir machen drei Platzrunden und dann fliegst du allein, sagte er. Ich habe das Flugzeug startklar gemacht und schon ging es los. Die drei Platzrunden, dann eine Stunde allein, CVFR wiederholen lautete der Flugauftrag und dann noch drei Platzrunden allein. Jetzt heißt es weiter warten.

17.07.2010 1h:00min.

Auch an dieser Stelle sollte der Prüfungsflug stehen. Doch bein Zusammstellen der Unterlagen wurde festgestellt, es fehlt noch eine Übung. Flug durchgeführt, gelandet, am Familienflugtag teilgenommen, jetzt fehlt nur noch der Prüfungsflug..

05.08.2010  0h:53min

Formulare, Formulare, Anträge, Nachweise usw. Dann habe ich beim Ausfüllen und bei der Auslegung eines Gesetzes auch noch einen Fehler gemacht und die Zeit ging ins Land. Also konnte ich nur einen Fluglehrer bitten, mit mir  einige Übungen zu wiederholen. Erst haben wir einen Flug unter Prüfungsbedingungen geplant, doch das Wetter spielte nicht mit. Wir haben uns für das Fliegen nach CVFR-Regeln und für den Seitengleitflug  (Slippen)entschieden. Den Flug unter Prüfungsbedingungen machen wir Sonntag.

08.08.2010 

Als Ziel hatte ich mir Magdeburg ausgesucht. Den größten Teil der Strecke bin ich ohne Sicht geflogen. Die Augen waren verdeckt und der Flug wurde mit Hilfe der Instrumente absolviert. Nach dem Überfliegen des Funkfeuers ging es nach Sichtflugregeln weiter. Der Flugplatz war nicht mehr weit, doch beim Landeanflug machte ich einen entscheidenden Fehler. Ich wollte auf der falschen Bahn landen. Wenn dort Verkehr gewesen wäre, hätte es schlimme Folgen haben können. Im Prüfungsflug wäre ich durchgefallen. Die "netten" Sprüche folgten sofort. Nach dem Rundflug über Magdeburg ging es zurück nach Merseburg. 

01/02.10.2010

Fast acht Wochen nicht in der Luft. Wetter und Urlaub hatten es verhindert. Im Juli war die Ausbildung beendet, irgendwann muss der Prüfungsflug sein. Am 02.10.2010, 14:52 Uhr hob die Dimona zum Prüfungsflug ab. Am Tag zuvor und am Prüfungstag gab es noch einiges zu tun. Drei Platzrunde mit Fluglehrer brachten die Sicherheit zurück, vier Solorunden, wobei ich einen Anflug abgebrochen habe, gaben mir weitere Sicherheit. Dann machten wir noch zwei Landungen ohne Klappen und das war gut so.  Am Samstag haben wir das gleiche Programm absolviert und dann habe ich gewartet. Ich mag keine Prüfungen, ich war unruhig, nervös, der Prüfer kam und es war unspektakulär. Er erläuterte mir die Aufgabe und ab ging es. Nach den drei Landungen, eine ohne Klappen, legte sich die Nervosität und die nächsten Aufgaben waren fast kein Problem. Die besondereSituation merkte ich doch. 16:17 Uhr landeten wir in Merseburg und es war geschafft. Ich habe lange gebraucht nun bin ich froh und glücklich. Danke an Alle die mir geholfen haben, ich weiß, mein Problem waren die Landungen. Jetzt kann ich sie.  Die sechs Alleinflüge an diesem Wochenende haben es wieder gezeigt. Trotzdem werde ich noch den einen oder anderen Flug mit einem erfahrenen Piloten machen. Z.B. fremde, nicht einfache Plätze anfliegen und landen. Rundflüge in der Region und die notwendige Landungen in Merseburg sind sicher nicht problematisch. Ich kann es und ich werde nicht leichtsinnig. Meine jüngere Tochter will die Erste sein. 

Vielleicht liest Irgendjemand diese Zeilen. Wenn ihr Lust bekommt seht es euch an, macht einen Schnupperflug. Die Fluglehrer bringen euch das Fliegen bei,  wenn ihr wollt. Sicher stellt ihr euch nicht so an wie ich, es geht auch schneller, glaubt es mir.

                                                                       Start zur Prüfung         Landung nach der Prüfung         Gratulation        Vorbei    


So, nun ist Schluss, vielleicht berichte ich noch von meinen Flügen, doch bis dahin vergeht noch Zeit. Die Lizenz muss noch ausgestellt werden und wird mir dann zugesandt, es ist nicht wie beim Führerschein.